Alte Fotos restaurieren (SW und Farbe)

  • Hallo,


    ich habe hier jede Menge alte (teils sehr alte) Fotos vorliegen,
    teilweise in SW, teilweise in Farbe. Diese möchte ich nun einscannen
    und nachbearbeiten (Kratzer, Risse, Fabflecke, Farbstörungen,
    Körnung).


    Zur Verfügung stehen mir:
    - PC mit Windows XP Pro
    - Scanner Canon Lide 70
    - Vuescan Profesional
    - Photoshop CS2


    Bisher gehe ich folgendermaßen vor:
    - einscannen mit 600 dpi (SW in Graustufen, sonst 24 bit RGB)
    - Speicherung als TIFF
    - geraderücken, zuschneiden
    - Störungsfilter -> Störungen entfernen
    - Kratzer, Risse etc. wegstempeln
    - Tonwertkorrektur
    - Tiefen/Lichter anheben
    - unscharf maskieren
    - speichern als JPG mit geringer Kompression


    Ist diese Vorgehensweise ok oder gibt es bessere Alternativen / eine
    sinnvollere Reihenfolge? :?:


    Vielen Dank schon mal für Eure Tipps.

  • Hallo Bianca!


    Die Reihenfolge klingt für mich gut. Allerdings lege ich Veto beim speichern ein. Speichere die Bilder nie als JPG, weil das immer mit Informationsverlust durch die Kompression einher geht.


    Die Korrekturen würde ich alle in Ebenen machen und dann die PSD speichern. Wenn es irgendwann mal bessere Bearbeitungsmöglichkeiten gibt (z. B. weil Ps hinzulernt), kast Du immer noch das Ursprungsbild auf der Hintergrundebene.

  • Hallo Bianca,

    - einscannen mit 600 dpi (SW in Graustufen, sonst 24 bit RGB)


    ich weiss jetzt nicht wie groß das Bild wird, bei meinem Dia-Scanner ergaben sich daraus ca. 1200 Pixel, was ich für ein "Original" zu klein halte. Wenn du mal eine Tapete aus so einem Bild machen möchtest, musst erneut scannen. Deine Digi-Cam stellst du ja auch auf höchste Auflösung?


    Was das Format angeht, muss ich Dennis recht geben, hängt allerdings auch von deinen Ansprüchen ab. Ich lasse meine Digi-Cam auch JPG's erzeugen, obwohl sie RAW könnte :e030: Musst mal schauen: Qualität vs. Speicherplatz.

  • Hallo Kai, hallo Dennis,


    wenn ich Dias einscanne (mit einem Coolscan III), nehme ich auch eine deutlich höhere Auflösung. Allein schon deshalb, weil ein Dia wesentlich mehr Informationen enthält.


    In diesem Fall handelt es sich aber um Papierfotos. Ich denke mir mal, daß da eine höhere Auflösung nur stören würde (dann ist ja auch die Struktur des Papiers höher aufgelöst und kann nicht so leicht entfernt werden).


    Als JPG habe ich bisher aus Platzgründen (und Geschwindigkeitsgründen bei der Anzeige) gespeichert. Immerhin handelt es sich um schätzungsweise 2000 Fotos...

  • Hi Bianka!


    Speicherplatz wird immer günstiger. Eine ordentliche Bilddatenbank hast Du auch. Was soll also passieren.


    Im Vergleich zu Kai mache ich nur RAW-Bilder die je Bild ca. 12 MB (alte Kamera 6 MB) sind. In Imabas habe ich über 17000 Bilder. Keine Probleme.


    Wenn der Coolscan schon NEF kann, würde ich darüber nachdenken, wenn Du sonst auch Nikon verwendest.

  • Hallo Dennis,


    der Diascanner ist das einzige Nikon-Gerät, das ich besitze. An Digitalkameras habe ich eine Canon 400D und eine Sony PSP 8 (früher eine Canon S10). Mein Flachbrettscanner ist ein Canon (Lide70) und mein Drucker auch (895i). Von daher scheidet ein Nikon-Format aus :-) Außerdem kann Vuescan (zumindest aktuell) nur JPEG oder TIFF speichern. Die herstellereige Software mag ich nicht (weder bei Canon noch bei Nikon).


    Mal schauen, vielleicht (bzw. eigentlich wahrscheinlich) werde ich in Zukunft als TIFF speichern (mit Ebenen, wobei das Ursprungsbild als Hintergrundebene erhalten bleibt). Dann kann ich leicht Bearbeitungen ändern ohne alles neu machen zu müssen. PSD wäre auch eine Möglichkeit, allerdings scheinen die Dateien da noch ein wenig größer zu werden als bei TIFF.


    Ich habe mir übrigens auf Empfehlung in der Foto-Newsgroup das Buch "Photoshop Retusche & Restauration" von Katrin Eismann bestellt, kam gestern. Das Buch scheint ziemlich gut zu sein.


    PS: Bei der Schreibweise Bianka schüttelt es mich regelrecht...

  • Hallo Bianca,

    In diesem Fall handelt es sich aber um Papierfotos. Ich denke mir mal, daß da eine höhere Auflösung nur stören würde


    stören nicht, aber eigentlich über... Selbst moderne Printsysteme bringen Papierfotos nur mit 300DPI raus, bei den alten Kamellen tippe ich auf deutlich unter 200DPI.


    Probier mal 300DPI aus, glaube nicht das da großartige Unterschiede entstehen:a015:

  • PS: Bei der Schreibweise Bianka schüttelt es mich regelrecht...


    Warum? Gute deutsche Schreibweise :-)


    Meine Schwester, Bia64, musste damals mit K geschrieben werden, sonst würde das ja als Bei-Änka ausgesprochen werden müssen sollen, laut Standesbeamten halt. Deswegen heisse ich ja auch Kai-Uwe, weil ein Kai in den Sechzigern nicht Geschlechtsbezeichnend war :-|

  • zu Scan Format:
    vor genau diesem thema stehe ich auch gerade. Ich habe mal von einem RAW-Format für gescannte bilder gelesen. Ich glaube die meinten TIFF.


    zu Auflösung:
    ich würde so hoch wie möglich scannen, du weisst ja nicht was noch kommt in sachen bildbearbeitung


    zu bearbeiten:
    die idee mit psd dateien hatte ich auch, so würde ich es dir empfehlen

  • hallo,
     
    hinsichtlich des zu speichernden formats für deine scans rate ich dringend zum tif-format! es ist derzeit das von vielen programmen lesbare format und hat schon einige jährchen überdauert. beim psd-format musst du aufpassen, ob es auch noch voll von höheren photoshop-versionen lesbar ist, falls du mal upgraden willst.
    jpg macht dir bei j e d e r speicherung den bildinhalt durch kompression immer schlechter. hingegen kannst du tif's immer ohne verluste bearbeiten.
     
    gruß
    billy3